FLW 24 und FLW 28 sind die kompakten Aluminium-Wandlamellen aus der FLW-Baureihe — Lamellenfenster für die natürliche Fassadenlüftung und den Rauch-Wärme-Abzug bei kleineren Querschnitten. Über parallel schwenkbare Aluminiumlamellen geben sie einen regelbaren Lüftungsquerschnitt frei und bewegen Luft kontrolliert und bei jedem Wetter — auch dort, wo für die größeren Baureihen schlicht der Platz fehlt.
Kompakte Wandlamellen für kleine Querschnitte
FLW 24 und FLW 28 sind die unteren Größen der FLW-Reihe. Mit geringer Profilbauhöhe und schmalem Lamellenpaket lassen sie sich auch in enge Fassadenfelder, Schächte und schmale Wandöffnungen einbauen, in denen eine größere Wandlamelle wie das FLW 40 keinen Platz findet. Die blickdichten Aluminiumlamellen bleiben dabei witterungsfest und geben den Querschnitt nur dann frei, wenn gelüftet wird.
Der Preis der kompakten Bauweise ist ein kleinerer freier Querschnitt pro Bauteil. Wo große Luftmengen bewegt werden müssen, sind entweder mehrere Elemente oder eine größere Baureihe sinnvoller. FLW 24 und FLW 28 spielen ihre Stärke dort aus, wo die Einbausituation den Ausschlag gibt und kein hoher Querschnitt gefordert ist.
Lüftung und Entrauchung
Beide Baureihen decken zwei Aufgaben ab: die natürliche Lüftung über thermischen Auftrieb und Winddruck sowie den Rauch-Wärme-Abzug (RWA) im Brandfall. Bei der Lüftung sorgt der Temperatur- und Druckunterschied zwischen innen und außen dafür, dass verbrauchte, warme Luft entweicht und kühlere Luft nachströmt — ganz ohne Ventilator und Energieeinsatz. Das eignet sich gut für die Grundlüftung von Räumen, in denen es nicht auf große, exakt regelbare Luftmengen ankommt.
Im Brandfall öffnen die Lamellen in geprüfter Ausführung automatisch und führen Rauch und Hitze nach außen ab, damit Flucht- und Rettungswege länger nutzbar bleiben. Bei den kompakten Größen ist allerdings zu beachten, dass der erreichbare aerodynamisch wirksame Querschnitt naturgemäß begrenzt ist — für große RWA-Anforderungen können daher mehrere Elemente oder größere Lamellen erforderlich sein. Die maßgebliche Größe ist nicht die geometrische Öffnung, sondern der geprüfte aerodynamisch wirksame Querschnitt; nur dieser Wert ist für den Nachweis im Entrauchungskonzept relevant.
FLW 24 oder FLW 28 — die Unterschiede
FLW 24 und FLW 28 arbeiten nach demselben Prinzip und unterscheiden sich vor allem in Lamellen- und Profilgröße. Daraus ergeben sich unterschiedliche freie Querschnitte und Einbaumaße. Die folgende Übersicht ordnet die beiden Größen innerhalb der Baureihe ein:
| Merkmal | FLW 24 | FLW 28 | FLW 40 |
|---|---|---|---|
| Bauweise | sehr kompakt | kompakt | robust |
| Querschnitt | klein | klein–mittel | groß |
| Einbau | sehr beengt möglich | beengt möglich | Standardflächen |
| Typischer Einsatz | schmale Felder | kleine Flächen | Hallen, Atrien |
Welche Größe im konkreten Fall passt, lässt sich nicht pauschal sagen. Sie hängt vom benötigten Lüftungs- oder Entrauchungsquerschnitt, vom verfügbaren Einbauplatz und von der Fassadengestaltung ab. In vielen Projekten werden mehrere Größen der Reihe kombiniert.
Ausführung und Steuerung
FLW 24 und FLW 28 sind gedämmt und ungedämmt erhältlich. Die gedämmte Ausführung ist sinnvoll, wenn das Lamellenfenster in der thermischen Gebäudehülle liegt und Wärmebrücken vermieden werden sollen; die ungedämmte Variante genügt in unbeheizten Bereichen wie Tiefgaragen oder Technikräumen.
Bei der Bedienung reicht das Spektrum von der einfachen manuellen Betätigung bis zur vollmotorischen Steuerung, die in die Gebäudeleittechnik eingebunden ist. Über Sensoren für Wind, Regen oder Temperatur lässt sich die natürliche Lüftung automatisieren — die Lamellen schließen dann etwa bei einsetzendem Regen oder zu hoher Windlast selbsttätig. Für RWA-Anwendungen ist die Ansteuerung über die Brandmeldeanlage erforderlich, damit die Lamellen im Alarmfall zuverlässig öffnen.
Ob ein Bauteil rein der Lüftung dient, ausschließlich der Entrauchung oder beide Funktionen kombiniert, sollte früh festgelegt werden. Davon hängen Antrieb, Verkabelung und die geforderten Nachweise ab. Eine Doppelnutzung ist häufig wirtschaftlich, weil dasselbe Element im Alltag lüftet und im Ernstfall entraucht — sie stellt aber höhere Anforderungen an Steuerung und Prüfung als eine reine Lüftungslösung.
Einsatzbereiche
Die kompakten Baureihen kommen überall dort zum Einsatz, wo der Einbauplatz knapp ist: in schmalen Fassadenfeldern, über oder neben Fenstern, in Treppenhäusern, Lüftungs- und Aufzugsschächten sowie in technischen Räumen. Auch in der Sanierung und Nachrüstung sind die kleinen Größen oft die einzige Lösung, die sich ohne aufwendige Fassadeneingriffe integrieren lässt. Innerhalb des Sortiments der Lamellenfenster bilden sie damit das Pendant zu den großformatigen Wandlamellen.
Aluminium- oder Glaslamelle?
Wie bei den anderen FLW-Baureihen sind die Lamellen aus Aluminium — blickdicht, robust und witterungssicher. Das ist ein bewusster Unterschied zu Glaslamellen, die Licht und Durchsicht in den Vordergrund stellen. Wo es vor allem auf Luftwechsel, Wetterschutz und eine geschlossene Optik ankommt, ist die Aluminiumlamelle die naheliegende Wahl. Soll dagegen Tageslicht durch das Bauteil fallen, ist eine Glaslamelle zu prüfen.
Unsere Rolle
GlasLotsen verkauft weder die FLW-Baureihe noch andere Lamellenfenster, sondern berät herstellerneutral. Wir ordnen ein, ob FLW 24, FLW 28 oder eine größere Baureihe zu Ihrer Einbausituation, Ihrem Querschnittsbedarf und Ihrem Lüftungs- oder Entrauchungskonzept passt, prüfen Anforderungen und Angebote und vermitteln auf Wunsch geeignete Hersteller und Verarbeiter. So treffen Sie eine Entscheidung, die zur Aufgabe passt — und nicht zum Sortiment eines einzelnen Anbieters.