Das FLW 32 ist die kompaktere Aluminium-Wandlamelle aus der FLW-Baureihe — ein Lamellenfenster für die natürliche Fassadenlüftung und den Rauch-Wärme-Abzug bei mittleren Querschnitten. Über parallel schwenkbare Aluminiumlamellen gibt es einen regelbaren Lüftungsquerschnitt frei und bewegt Luft kontrolliert und bei jedem Wetter — auch dort, wo für die größere Baureihe der Platz fehlt.

Kompakte Wandlamelle für mittlere Querschnitte

Das FLW 32 ist die schmalere Ausführung der FLW-Reihe und auf Einbausituationen ausgelegt, in denen ein mittlerer Lüftungsquerschnitt genügt. Die blickdichten, witterungsfesten Aluminiumlamellen schützen die Öffnung dauerhaft vor Regen und Schlagregen, ohne den Luftdurchlass zu blockieren. Damit eignet sich die Baureihe für Bandfassaden, Treppenhäuser, technische Räume und schmale Fassadenfelder, in denen eine größere Lamelle baulich nicht unterzubringen wäre.

Wo es vor allem auf Robustheit, Wetterschutz und einen ungestörten Luftwechsel ankommt, ist die Aluminiumlamelle der Glaslamelle überlegen — sie ist unempfindlicher und gibt den Querschnitt vollständig frei.

Aufbau und Wirkprinzip

Die Lamellen des FLW 32 sind drehbar in einem umlaufenden Aluminiumrahmen gelagert und bewegen sich parallel zueinander. Im geschlossenen Zustand legen sie sich überlappend übereinander und bilden eine blickdichte, gegen Regen und Wind geschützte Fläche. Beim Öffnen schwenken alle Lamellen synchron auf, sodass zwischen ihnen durchgehende Luftschlitze entstehen. Über den Öffnungswinkel lässt sich der freie Querschnitt stufenlos regeln — von einem schmalen Spalt für die Grundlüftung bis zur vollen Öffnung.

Weil die Lamellen über die gesamte Bauhöhe verteilt sind, verteilt sich der Luftstrom gleichmäßig über die Fassadenöffnung. Das begünstigt eine ruhige, zugarme Durchlüftung und macht die Wandlamelle zu einem dauerhaft funktionsfähigen Bauteil der Gebäudehülle. Anders als ein Fensterflügel, der weit in den Raum oder nach außen schwenkt, bleibt die Lamellenebene weitgehend in der Fassade.

Lüftung und Entrauchung

Das FLW 32 deckt zwei Aufgaben ab: die natürliche Lüftung über thermischen Auftrieb und Winddruck sowie den Rauch-Wärme-Abzug (RWA) im Brandfall. In geprüfter Ausführung öffnet es im Alarmfall automatisch und führt Rauch und Hitze ab, damit Flucht- und Rettungswege rauchärmer bleiben. Beide Funktionen lassen sich im selben Bauteil kombinieren, sodass die Lamelle im Alltag lüftet und im Ernstfall entraucht.

Ob ein FLW 32 die geforderte Entrauchungsleistung erbringt, hängt vom aerodynamisch wirksamen Querschnitt und vom Entrauchungskonzept des Gebäudes ab. Bei großen geforderten Querschnitten kann die größere Baureihe FLW 40 die passendere Wahl sein.

Steuerung und Ausführung

Vom Handantrieb bis zur vollmotorischen, vernetzten Steuerung ist das FLW 32 flexibel ausführbar. Über Sensoren lässt sich die Lüftung automatisieren und in die Gebäudeleittechnik einbinden; für RWA ist die sicherheitsgerichtete Ansteuerung über die Brandmeldeanlage erforderlich. Gedämmte Varianten kommen zum Einsatz, wenn das Lamellenfenster Teil der thermischen Gebäudehülle ist und Wärmeverluste über die Lamelle begrenzt werden sollen.

Bei kombinierten Anwendungen ist es wichtig, dass Lüftungs- und RWA-Funktion sauber getrennt geplant werden: Die tägliche Komfortlüftung darf die sicherheitsgerichtete Auslösung im Brandfall nicht beeinträchtigen. In der Praxis werden dafür Steuerungen eingesetzt, die das RWA-Signal vorrangig behandeln. Welche Antriebs- und Steuerungslösung sinnvoll ist, hängt von der Nutzung des Gebäudes, der Anzahl der Lamellenfenster und der Einbindung in vorhandene Leit- und Brandmeldetechnik ab.

Planung und Abstimmung

Damit ein FLW 32 die gewünschte Wirkung erzielt, sollte es früh in die Fassaden- und Lüftungsplanung einbezogen werden. Maßgeblich sind die Lage in der Fassade, die Anordnung der Öffnungen zueinander und das Zusammenspiel mit Zu- und Abluftöffnungen. Für die natürliche Lüftung zählt vor allem ein ausreichender Höhenunterschied zwischen Zuluft- und Abluftöffnung, für die Entrauchung der geforderte aerodynamisch wirksame Querschnitt aus dem Brandschutzkonzept.

Auch Anschlussdetails, Wartungszugang und die Robustheit gegenüber der konkreten Nutzung gehören zur Planung. In stark beanspruchten Bereichen oder bei sicherheitsrelevanter RWA-Funktion ist eine prüfbare, dokumentierte Ausführung sinnvoll. Diese Punkte lassen sich am besten gemeinsam mit Planer, Hersteller und ausführendem Verarbeiter klären.

FLW 32 oder FLW 40?

Beide Baureihen arbeiten nach demselben Prinzip und unterscheiden sich vor allem in Profilgröße und freiem Querschnitt. Die folgende Übersicht ordnet die typische Verwendung ein.

MerkmalFLW 32FLW 40
Bauhöhekompaktergrößer
Lüftungsquerschnittmittelhoch
Typische RäumeTreppenhaus · Technik · BandfassadeHalle · Atrium · Tiefgarage
FunktionLüftung · RWALüftung · RWA

Die Tabelle dient der groben Orientierung. Maßgeblich bleiben der konkret geforderte Querschnitt, die Einbausituation und — bei RWA — das Entrauchungskonzept.

Einordnung in die FLW-Reihe

Das FLW 32 ist die kompaktere Variante zwischen den ganz kleinen und der großen Baureihe FLW 40. Welche Größe passt, ergibt sich aus dem geforderten Lüftungsquerschnitt, dem verfügbaren Platz in der Fassade und der Funktion. Einen vollständigen Überblick über Funktionsprinzip, Glas- und Aluminiumlamellen sowie RWA und Steuerung gibt die Hauptseite Lamellenfenster.

Unsere Rolle

Wir ordnen die passende Baureihe und Ausführung anhand von Querschnitt, Funktion und Steuerung ein, stimmen RWA-Anwendungen mit dem Entrauchungskonzept ab und vermitteln Hersteller und Verarbeiter — herstellerunabhängig und dokumentiert.